Der Frühling fiel dieses Jahr fast aus: Mit schon eher sommerlichen Temperaturen bereits im Mai hatten wir eine der frühesten Rebblüten aller Zeiten. Und nach einer alten Winzerregel ist dann 100 Tage später mit der Ernte zu rechnen.

Da dann der Sommer mit Hochdruckgebieten in Serie nochmals den Turbo anschaltete, hatten wir bald einen Reifevorsprung von gut drei Wochen zum langjährigen Mittel. Einige Gewitter sorgten zwischendurch für etwas Wasser, leider aber auch für leichte Hagelschäden in einigen Weinbergen.

Ende Juli konnten wir schon die ersten reifen Trauben in frühen Sorten finden und rechneten mit einer sehr frühen Lese. Doch durch die anhaltende Trockenheit verzögerte sich die Reifeentwicklung dann doch noch um ein paar Tage, so dass wir zwar schon Ende August mit der Ernte anfingen, aber nur langsam mit vielen Erntepausen weiterlesen konnten.

Die Trockenheit ließ vermuten, dass nur wenig Saft aus den Trauben gepresst werden könnte, doch hier täuschten sich selbst die Experten. Der Jahrgang 2018 überraschte uns mit einer hervorragenden Qualität bei gleichzeitig sehr guten Erntemengen. Nach zwei sehr kleinen Ernten war dies für uns ein großes Glück.

Nun sind die Moste vergoren, die Jungweine präsentieren sich sehr vielversprechend mit einer sortentypischen reifen Frucht. Bis Mitte März werden wir Ihnen voraussichtlich die ersten 18er anbieten können.