Ziel des Projekts ist es, Landwirtschaft und Naturschutz zusammenzubringen, um dem Insektensterben entgegenzuwirken. Da sind wir doch gerne mit dabei, denn wir sind der Ansicht, wenn jeder einen kleinen Baustein dazu beiträgt,Sonnenblume können wir zusammen viel für den Erhalt unserer Natur und den Schutz unserer Erde tun. Warum das so ist, darüber möchten wir Ihnen heute berichten.
Zur Zeit redet jeder darüber: Artensterben, Klimaerwärmung, zunehmende Naturkatastrophen. Doch ist das wirklich so? Für uns als Winzerfamilie, die wir eng mit der Natur arbeiten, ist das keine Frage: Vor allem am immer früher liegenden Erntezeitraum merkt man deutlich, dass es immer wärmer wird. In den 60er und 70er Jahren konnte man davon ausgehen, dass die Haupternte der Trauben Ende September bis Ende Oktober, manchmal sogar bis in den November hinein stattfand. In den letzten 20 Jahren hat sich dieses Zeitfenster immer weiter nach vorne verlagert. Anfang September bis Anfang Oktober ist mittlerweile ein üblicher Erntezeitraum. 2018 haben wir sogar schon im August mit der Ernte begonnen und auch in diesem Jahr war die Lese am 4. Oktober bereits beendet. .
Auch beobachten wir eine Zunahme der Wetterextreme. Immer öfter ist es zu trocken und zu heiß, dann wieder lange kühl und nass. Die Temperaturen erreichen im Sommer nun Bereiche, in denen die Trauben zum Teil Sonnenbrand erleiden. Starkregen schwemmt wertvollen Humus aus den Weinbergen, Hagel führt immer häufiger zu Schäden an den Trauben.
Durch unsere ökologische Wirtschaftsweise versuchen wir den Boden und alle Nützlinge so gut es geht zu schonen und zu schützen. So säen wir in unseren Weinbergen eine artenreiche Begrünung ein, die den Boden aufnahmefähiger auch für große Wassermengen macht und mit ihren Wurzeln die Erde festhält. Hier haben wir zum Vergleich unseren Weinberg und den unseres konventionell arbeitenden Nachbars fotografiert.

BegrünungVielleicht sieht der „englische Rasen“ des Nachbarn ordentlicher aus als das wilde Grünzeug bei uns, aber hier findet kein Hase Deckung, kein Insekt Nahrung und in den unbegrünten Zeilen reißt jeder Starkregen Erde mit sich.
Für das Projekt Wein, Weizen, Wildbienen haben wir gemeinsam mit Fachleuten des BUNDs eine Fläche ausgesucht, auf der wir im nächsten Jahr noch ein bischen mehr für die Insektenvielfalt tun möchten. Die Fläche oberhalb eines hohen Lösshangs und wurde im vorigen Jahr neu mit Reben bepflanzt. Auf der anderen Seite des Weinbergs liegt ein weiterer, kleinerer Lösshang.
Durch die Rodung des alten Weinbergs und die Neuanpflanzung musste der Weinberg neu begrünt werden. Auf Anraten der BUND Experten wurden dort nun vor einigen Tagen eine besondere Samenmischung, gewonnen aus einer regjionalen Wildblumenwiese, ausgesät. Dieses Saatgut enthält für unsere Region typische, traditionelle Wiesenpflanzen, die durch die intensive Bewirtschaftung der letzten Jahre vielfach nicht mehr vorkommen und die nun hier wieder gefördert werden sollen. Sie bieten Nahrung für viele Wildbienenarten, die oft sehr spezialisiert sind und nur auf eine oder wenige Blumenarten angewiesen sind.
Die Lösshänge an den Seiten bieten Brutgelegenheit für viele Arten, zusätzlich werden wir im nächsten Jahr noch einen Buchenholzstamm mit Bohrlöchern in verschiedenen Größen versehen dort platzieren, um weitere Brutmöglichkeiten anzubieten.
Wir waren überrascht, wie viele unterschiedliche Wildbienenarten, unter anderem auch die bedrohte Blauschillernde Sandbiene, die Wildbiene des Jahres 2019, die Bienenbotschafter des BUNDs bereits jetzt in diesem Gelände feststellen konnten und hoffen, dass sich durch unsere Maßnahmen noch einige Arten mehr ansiedeln werden

 

 

 

abenteuer und reisen

Genau 50 Jahre nachdem sein Opa Jochen die ersten Reben gepflanzt hat und damit den Grundstein für das Weingut Goldschmidt gelegt hat, steigt Jonas nun hauptberuflich und mitverantwortlich in den Betrieb ein.

Am 28.06.2019 hat Jonas mit dem Erhalt seiner Urkunde sein abschließendes Berufsziel erreicht. Wir gratulieren unserem Sohn herzlich zum Staatlich geprüften Techniker Fachrichtung Oenologie und Weinbau und sind mächtig stolz auf ihn. Nun, ab 1. Juli, wird er dann als Juniorchef in unserem Betrieb mitverantwortlich sein und seine Ideen und seine Erfahrungen aus seiner Ausbildung einbringen.

Wir freuen uns auf ein neues Kapitel in unserer Weingutsgeschichte.