Pfeddersheim - Weinbaugebiet seit vielen hundert Jahren

Unsere Heimat ist Pfeddersheim, im südlichsten Zipfel Rheinhessens gelegen. Die mehr als 1250 Jahre alte ehemalige freie Reichstadt Pfeddersheim ist heute ein Vorort von Worms.

Sanfte Hügel, vom Urrhein geformt, beherrschen hier das Landschaftsbild. Ackerflächen und Weinberge wechseln sich ab, eine liebliche Landschaft, die unser Auge immer wieder erfreut, wenn wir nach Hause zurückkehren.

In Pfeddersheim und im nahen Osthofen, wo wir ebenfalls Weinberge bewirtschaften, herrschen tiefgründige Löß-Lehm-Böden vor. Die Reben können ihre Wurzeln tief in diese Böden graben und viele Nähr- und Extraktstoffe aufnehmen. Die Trauben, die wir hier ernten, haben eine besonders schöne, intensive Frucht.

In unseren Dalsheimer Weinbergen herrscht hingegen Kalkmergelboden und Muschelkalk vor. Hier erzielen wir sehr mineralische, filigrane Weine mit Eleganz und Tiefe.

Den Weinanbau haben uns schon die Römer mitgebracht. Eine Blütezeit erlebte der Weinbau hier im 16. Jahrhundert, wo Pfeddersheimer Weine bekannt und begehrt waren. Aus dieser Zeit stammt auch die älteste urkundliche Erwähnung des Rieslinganbaus. Um einen Kredit abzusichern, wurden in Jahr 1511 mehrere Weinberge im Pfeddersheimer Fohndel, einer heute noch bewirtschafteten Weinbergslage, verpfändet, darunter auch ein Rieslingwingert. Dass der Riesling als einzige Rebsorte erwähnt wurde, zeigt, welchen hohen Stellenwert die Sorte damals schon hatte.

Unter dem Leiter der Alzeyer Rebzuchtanstalt Georg Scheu wurden in der Pfeddersheimer Rebschule viele heute noch bekannte Sorten gezüchtet, wie Scheurebe und Huxelrebe. Aber auch die züchterische Verbesserung althergebrachter Sorten, wie zum Beispiel unseres Gewürztraminers, haben wir Georg Scheu zu verdanken.